Wie trägt man eine Herrenuhr richtig?

Links oder rechts – an welcher Hand trägt man eine Herrenuhr?

herrenuhr-links-oder-rechts-tragenGrundsätzlich ist die Entscheidung, an welcher Hand eine Herrenuhr platziert wird, dem Träger frei überlassen. Während dies früher etwas strenger gesehen wurde und die Uhr meist an der linken Hand angelegt wurde, wird dies heute nicht mehr so eng gesehen. In den meisten Fällen wird die Entscheidung daher auf die nicht-dominante Hand fallen. Sprich, ein Rechtshänder wird seine Uhr am linken Handgelenk tragen und umgekehrt. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Nicht nur dass das Anlegen der Uhr einfacher geht.

Auch für jemanden, der viel schreiben muss, wird es sich als bequemer erweisen, die Uhr nicht an der Schreibhand zu tragen. Unangenehme Druckstellen und eine unbequeme Schreibposition können so vermieden werden. Ein weiterer Vorteil äußert sich darin, dass ein etwaiges Einstellen oder Aufziehen der Herrenuhr einfacher von der Hand geht. Ausschlaggebend kann auch sein, mit welchem Armband die Herrenuhr versehen ist. Ein Lederarmband wird in der Regel anschmiegsamer sein als ein Edelstahlarmband und daher weniger Druckstellen auf der Haut verursachen und seltener einschneiden. Generell gilt also – erlaubt ist, was gefällt.

Locker oder fest – wie sitzt eine Armbanduhr richtig?

herrenuhr-fest-oder-locker-tragenAuch hier gilt wieder als oberstes Gebot, die Uhr muss bequem am Handgelenk sitzen. Denn was nützt die trendigste Dresswatch, wenn das Tragegefühl nicht stimmt? Sitzt sie zu eng, schneidet sie ein – schlabbert sie am Handgelenk, verdreht sie sich ständig oder rutscht im schlimmsten Fall komplett von der Hand. Daher empfiehlt sich bereits vor dem Kauf, zur besseren Orientierung den Handgelenksumfang abzumessen und mit dem Objekt der Begierde zu vergleichen und dieses im besten Fall vor dem Kauf anzuprobieren.

Der Handgelenksumfang ist neben der Optik nämlich der ausschlaggebende Punkt um eine vernünftige Kaufentscheidung treffen zu können, egal ob sich um eine angesagte Dresswatch oder eine Understatement Uhr handelt. Als Faustregel kann man daher sagen, dass zwischen Armgelenk und Uhr etwa der kleine Finger passen sollte und der ideale Sitz oberhalb des Handgelenkknochens liegt. Natürlich kann man den Sitz einer Herrenuhr auch an das Outfit anlehnen. Bei lässiger Kleidung kann die Uhr daher gerne etwas lässiger und tiefer sitzen. Um jedoch einen modischen Fauxpas zu umgehen, sollte eine Herrenuhr niemals über der Kleidung getragen werden.

 

Freizeit oder Business – welche Herrenuhr zu welchem Outfit?

Den Freizeitlook unterstreicht eine Herrenuhr, die eher etwas cooler und lässiger wirkt. Zu behaupten, dass Uhren mit Lederarmband generell unaufgeregter wirken, wäre jedoch nicht richtig. Sogenannte Understatement Uhren liegen derzeit voll im Trend und ziehen definitiv die Blicke auf sich. Zu zeigen, was man hat, muss aber nicht unbedingt stillos wirken. Jedoch sollte man sich beim Kauf einer Understatement Uhr unbedingt vorab Gedanken machen und darauf achten, dass diese nicht zu klobig wirkt und eine gewisse Qualität erkennen lässt.

Eine alltagstaugliche Alternative hingegen bietet die Dresswatch. Eine Dresswatch ist selten größer als 40 mm und sticht daher nicht sofort ins Auge. Da auch die Erscheinung einer Dresswatch meist dezenter und zurückhaltender gestaltet ist, eignet sich diese Art Herrenuhr für vielerlei Arten von Anlässen – egal ob eleganter oder geschäftlicher Natur.

Im Übrigen strahlen Uhren mit Edelstahlarmband meist Männlichkeit aus und wirken stabiler und markanter. Sie eignen sich daher ideal für den Business-Look, sind aber auch als Dauerbrenner für den Freizeitlook tauglich. Für Männer mit einem sehr breiten Handgelenksumfang kann das Edelstahlarmband jedoch etwas von Nachteil sein, da die Verstellung eines Lederarmbandes etwas flexibler ist. Im Bedarfsfall ist hier schnell ein Loch gestanzt.

Unabhängig davon, ob eine Herrenuhr mit Lederarmband oder Edelstahlarmband ausgestattet ist, es sollte die Faustregel 18/40 beherzigt werden. Diese besagt, dass die Uhr bei einem Handgelenksumfang von 18 cm nicht größer als 40 mm sein sollte. Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel.

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Arm oder Tasche – ist eine Taschenuhr noch zeitgemäß?

Taschenuhren sieht man heutzutage nur noch selten, weil sie etwas aus der Mode gekommen, aber gerade wieder etwas im Kommen sind. Sie können so manchem Outfit jedoch durchaus einen gewissen Touch von Exklusivität verleihen. Während das Tragen eines solch edlen Zeitmessers früher hauptsächlich der oberen Gesellschaftsschicht vorbehalten war, kommt sie heute eher als exklusives Accessoire zum Einsatz. Die älteste bekannte Taschenuhr stammt übrigens aus dem Jahre 1430 und kann im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg begutachtet werden. Zur damaligen Zeit wurde eine Taschenuhr mittels einer Kette an der Hose oder an der Weste befestigt.

Eine Taschenuhr kann durchaus eine Herrenuhr ersetzen und beispielsweise einen Hochzeitsanzug optisch aufwerten. Die Taschenuhr wird mit der Kette am Wams befestigt und verschwindet in einer Tasche. Eine solche Uhr um den Hals zu tragen, sollte jedoch lieber der Damenwelt vorbehalten bleiben.
Durch ihr auffälliges Aussehen kann die Taschenuhr definitiv als Understatement gesehen werden. In gewissen Szenen, wie etwa der Gothic-Szene, hat sich das Tragen einer Taschenuhr längst etabliert.

Ob eine Taschenuhr aber als alltagstauglich eingestuft werden kann, sei dahingestellt. Ein Hingucker für gewisse Anlässe ist sie dennoch auf alle Fälle!

 

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